Cronenberger Woche vom 8./9. Juli 2022

Einbahnstraßenring durch WSW-Großbaustelle am Oberheidt
Viel Diskussionsstoff am „Sudbürger“-Stammtisch

SUDBERG. Wie in der letzten CW berichtet: Seit Montag müssen sich die Sudberger mit einer neuen Verkehrsführung arrangieren. Voraussichtlich bis April 2023 ist der Straßenabschnitt Oberheidt 5-55 komplett gesperrt. Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) verlegen hier über eine Strecke von 650 Metern eine neue Gasleitung sowie ein 10.000-Volt-Stromkabel. Im Zuge der WSW-Arbeiten wurden der Jöferweg mit der Teschensudberger Straße sowie die Riedelstraße zu einem Einbahnstraßen-Ring. Wer nach Sudberg rein will, muss sich den ebenso schmalen wie maroden Jöferweg mit Gelenkbussen teilen. Aus dem Ortsteil raus geht es über die Riedelstraße.


WSW-Verkehrsplaner Bernd Zarges (li.) erläuterte auf Einladung von Susanne
Schmahl und Gerrit Langefeld die Stadtwerke-Baustelle

„Eine Straßen-Sperrung ist alternativlos“

Die einschneidende WSW-Baumaßnahme war Grund genug für den Bürgerverein „Sudbürger“, den WSW-Verkehrsplaner Bernd Zarges zu seinem Juli-Stammtisch einzuladen. Im Restaurant „Haus Schnee“ erläuterte der WSW-Experte, dass die bisherige Gasleitung bereits aus den 1950er-Jahren stammt. Der betroffene Oberheidt-Abschnitt sei zu schmal und die Arbeiten auch teilweise nur in der Straßenmitte durchzuführen – eine einspurige Verkehrsführung sei daher unmöglich, versicherte Bernd Zarges, dass die WSW im Vorfeld alles in Betracht gezogen hätten: „Wenn sich Platzprobleme ergeben, dann müssen wir nachbessern. Wenn aber alle mitspielen, funktioniert das gut!“, zeigte sich Zarges zuversichtlich. Die rund 20 Stammtisch-Gäste sahen indes ein monatelanges Verkehrschaos vorprogrammiert. Weniger Parkplätze, durch Falschparker verursachte Staus und kein Platz für Fußgänger, besonders in der Riedelstraße – die geäußerten Sorgen waren groß. Die Fahrbahn in der Riedelstraße war beiderseits vorab markiert worden: „Wer innerhalb dieser Markierungen parkt, wird abgeschleppt!“, stellte WSW-Vertreter Zarges klar: Das gelte auch für Besucher der SSV-Arena!

Wer hat privaten Parkraum frei?

Der Stadtwerke-Planer bat auch darum, für die Zeit der Bauarbeiten in den betroffenen Straßen privaten Parkraum zur Verfügung zu stellen. Ob zum Beispiel der Parkplatz des Reitvereins zur Entlastung der Parksituation mit genutzt werden darf, war noch offen. Während mancher Sudberger unkte, den Stadtwerken sei egal, wie sie in den nächsten Monaten zurechtkommen, entgegnete Bernd Zarges: „Wir können den Sudberg für die Zeit der Bauarbeiten doch nicht entvölkern.“ Ebenso müsse die Gasversorgung während der Bauarbeiten aufrecht erhalten bleiben: „Wäre dies nicht der Fall, ginge die Sanierung schneller.“ Eine Beschleunigung der Baustelle durch Wochenend-Arbeit ist indes nicht vorgesehen. Sollte der kommende Winter die Bauarbeiten ausbremsen, haben die Stadtwerke aber bereits vorgeplant: Bei einer witterungsbedingten Winterpause soll die Baustelle für den betreffenden Zeitraum einspurig freigegeben werden.

Anwohner wollen Bauarbeiten „im Auge“ behalten

Einige Anwohner betonten, den Fortgang der Arbeiten genau im Blick zu behalten. Würde auf der Baustelle werktags nicht gearbeitet, werde es sofort eine Meldung an die WSW geben, kündigten sie (kämpferisch) an…. | mue

- verfasst 2022-07-15 16:37 in Kategorie:

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