Unsere Kneipentour in der Nordstadt, Freitag 06.07.2018

Bei wunderschönem Sommerwetter starteten 14 Teilnehmer am Treffpunkt Friedhofskirche Hochstr. 19:00 Uhr.

Mit der Stadtführerin Frau Beate Haßler ging es zum Wohnprojekt Malerstraße.
Die „Baugruppe Malerstrasse“ hat sich ab Anfang 2011 zunächst vor allem über Mundpropaganda – später auch über Artikel in der örtlichen Presse- zusammengefunden, um gemeinschaftlich ein barrierefreies Mehrgenerationenhaus für Junge, Alte, Familien und Singles auf dem Baugrundstück Malerstrasse 20 zu realisieren.

Von dort über die Wiesenstraße zum
ehemaligen Gold-Zack Werk, einem alten Industriedenkmal und Relikt der Wuppertaler Textilindustrie, befindet sich mitten im pulsierenden Leben der Nordstadt der Bahnhof Blo. An 600m2 Kletterfläche kann hinter den gusseisernen Fenstern, mit direkter Anbindung an die Nordbahntrasse, gebouldert werden. Das neue Café verbindet Sport und Kultur. Im Biergarten des Boulder-Cafés haben wir einen Abendsnack zu uns genommen.

Weiter ging es über die Nordbahntrasse zur Utopia Stadt am Bahnhof Mirke. „Der Bau des Bahnhof Mirke um 1882 war für viele Firmen in der stark wachsenden Stadt Elberfeld (heute Stadtteil von Wuppertal) Anlass, sich im Stadtteil »Nordstadt« niederzulassen. Per Bahn war sie somit gut zu erreichen und der Gütertransport war ebenso gelöst. Dem Bahnhof Mirke kam also eine zentrale Funktion im Viertel zu — und diese wird ihm heute wieder zuteil.“

Nach Einnahme eines Getränkes ging es weiter über die Nordbahntrasse, vorbei an der ehemaligen Bandfabrik Frowein, bis zum Zu-/Abgang Trasse Schleswiger Straße.
„Als Barmer Artikel wurden seit dem 18. Jahrhundert Kurzwaren wie Litzen, Bänder, Kordeln aus der Textilindustrie der Stadt Barmen (heute Stadtteil von Wuppertal) bezeichnet, die in alle Teile der Welt exportiert wurden.“

Durch die Kieler Straße ging’s zum Platz der Republik. Die restaurierte „Engelnburg“ erstrahlte in der Abendsonne. Das Denkmal des in 2009 abgerissenen Bunkers wurde besichtigt.
„Das verbliebene Stück wurde auf Wunsch von Jutta Schultes vom städtischen Projekt Soziale Stadt an Ort und Stelle gelassen und mit einer Gedenktafel versehen, die vom Historischen Zentrum erstellt wurde.“

Weiter ging es durch einen der Lichterwege (Kosakenweg) – sog. Blaues Band – zur Flensburger Straße in die Szenenkneipe „Spunk“. Nach einem weiteren Getränk führte unsere Tour durch die Holsteiner Straße die Holsteiner Treppe hinab – Besonderheit Bunte Treppenstufen – zur Gathe.

Zum Abschluss wurde noch die Kneipe „Wirtschaftswunder“ angesteuert. Hier nahmen wir einen Absacker in einem wunderschönen Hinterhof-Biergarten ein.

Zu den einzelnen Stationen wurde uns von Frau Beate Haßler historisches erklärt.

Der Abend endete um 0.15 Uhr bei mildem Sommerwetter.

- verfasst 2018-07-10 17:53 in Kategorie:

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