Wuppertaler Rundschau vom 8. Februar 2017

Bewegung im Rathaus

Cronenberger Bürgervereine haben Verwaltungspläne hinterfragt

Von Eduard Urssu


Jochen Plate, Bürgervereinsvorsitzender Hahnerberg-Cronenfeld, sicherte dem OB die Kooperation der Bürgervereine zu. Man werde aber weiterhin ein Auge auf die Verwaltung haben. Foto: Urssu

Cronenberg/Langerfeld. Vorsitzende der Cronenberger Bürgervereine und des Langerfelder Bürgervereins trafen sich mit OB Andreas Mucke im Rathaus. Fazit: Die Bürgervereine sicherten dem OB in einigen Punkten ihre Unterstützung zu, in mindestens einem Punkt besteht auch weiterhin kein Konsens.
Gesprächsthema waren die Bürgerbüros und das zuletzt zurückgezogene Raumkonzept der Verwaltung.
Letzteres führen die Bürgervereinsvorsitzenden darauf zurück, dass der Protest gegen die Zentralisierung des Serviceangebots mit zugleich weniger Serviceangeboten in den Stadtteilen aus breiten Teilen der Bürgerschaft massiv zugenommen hat.
„Hier ist es zu einem Umdenken an der Verwaltungsspitze gekommen, dem sich letztendlich auch die Fraktionen der GroKo nicht mehr entziehen konnten“, vermutet Jochen Plate, Vorsitzender des Bürgervereins Hahnerberg-Cronenfeld.
„Immerhin hatten diese vor Jahren den Weg in die Zentralisierung des Meldewesens beschlossen und müssen nun angesichts nicht beherrschbarer Zustände am Steinweg umschwenken. Wir als Bürgervereine, die das seit langem fordern, nehmen dieses Umdenken wohlwollend zur Kenntnis.“ Das Treffen im Rathaus beschreibt Jochen Plate als Gespräch in offener und konstruktiver Atmosphäre – auch wenn es um unterschiedliche Standpunkte ging. 2Deutlich wurde hierbei, dass die Änderungen der Pläne am Steinweg oder der Heubruch-Neubau eine Stärkung und einen dauerhaften Fortbestand der aktuellen Bürgerbüros in Vohwinkel, Langerfeld, Ronsdorf und Cronenberg zum Ziel hätten“, erklärt Jochen Plate.
Ein Wermutstropfen bleibt die Außenstelle Beyenburg. Diese müsse, so die geringen Fallzahlen aus der Verwaltung, aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen werden, so die Aussage des Verwaltungschefs.
Hier wiederum argumentieren die Bürgervereinsvertreter, dass es sich bei den Bürgerbüros um nach der Gemeindeordnung der Kommune auferlegte Pflichten zur Bürgernähe handele, die nicht zwingend unter wirtschaftlichen Aspekten gesehen werden dürften. Um Missverständnissen vorzubeugen, betonten die Bürgervereine, dass es sich bei den Bürgerbüros um Anlaufstellen für alle Bürger handele und nicht nur für einen eingeschränkt mobilen Einwohnerkreis. Das reine Termingeschäft solle aber dennoch Luft für ungeplant und ohne Termin erschiene Bürger lassen.
Auch sei es wenig wirtschaftlich, Bürgerbüros den vollen Monat zu mieten, aber nur marginal zu nutzen. „Die geplante Schließung der Beyenburger Außenstelle solle überdacht werden“, so Jochen Plate.

- verfasst 2017-02-13 17:40 in Kategorie:

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