Cronenberger Woche vom 09./10.12.2016

Bürgeramt „Mein Hals wird immer dicker…“

Betr.: „Trotz aller Proteste: Die Stadt plant das Bürgerzentrum“, CW v. 2.12.2016/Offener Brief an Stadtdirektor Dr. Slawig

Sehr geehrter Herr Dr. Slawig,

eigentlich wollte ich diesen Brief an das Oberbürgermeister-Büro senden. Dort ist er aber nicht angebracht, denn wer seit Jahren das Sagen in Wuppertal hat, sind Sie. Sie tragen auch die Hauptverantwortung für das Dilemma um unsere Bürgerbüros und den Zentralort Steinweg. Sie agieren frei nach dem Spruch: Die Bürger mögen wohl recht haben, aber ich habe dazu eine eigene Meinung.
Es wäre an der Zeit, jetzt einmal auf die Bürger, die Bezirksvertretungen und nicht zuletzt auf die Mitarbeiter des Bürgeramtes einzugehen. Man installierte zusätzlich einen Dezernenten für Bürgerbeteiligung und E-Government, der mit seinem Dezernat mindestens so viel kostet, wie die Ersparnisse durch das Einschränken der Bürgerbüros (circa 300.000 Euro jährlich). Übrigens, Herr Dr. Slawig, sind Sie uns immer noch einen Nachweis dieser Ersparnisse schuldig. Was sicher auch schwer möglich ist, da wir ja die Mieten in Cronenberg und Ronsdorf weiter bezahlen und Personal nicht eingespart, sondern umgesetzt wurde. Mehrere hunderttausend Euro wurden in den Umbau am Steinweg investiert, in dem sich nicht nur die „Kunden“, sondern auch das Personal sehr unwohl fühlen, frei nach dem Motto: „Wir sparen, koste es was wolle“.

Der Vorschlag, der jetzt dem Stadtrat vorgelegt wird, ist ein Schlag ins Gesicht der Bürger. Die schon im Haushalt vorgesehenen weiteren 4,5 Millionen Euro zur „Ertüchtigung des Steinweges“ – ja, wo kommen die denn her – sind falsch an diesem Platz. Mit einem Bruchteil könnte man die Bürgerbüros komplett reaktivieren, damit würde auch der Steinweg entlastet. Woher kommt denn das Geld für das große Bürgeramt. Sicher für Sie als Sparkämmerer kein Problem, schüttet man ja auch kurz 14 Millionen Teuerungsaufschlag für den Döppersberg so aus dem Ärmel.

Mein Hals wird beim Schreiben immer dicker, wenn ich dann an die Worte unseres Planungsdezernenten
Frank Meyer denke, die er im Frühjahr bei uns in Cronenberg sagte:
„Cronenberg geht es zu gut, Gelder werden in anderen Bereichen (Talsohle) eingesetzt. Und selbst wenn wir für Cronenberg Geld hätten, fehlt uns das Personal, um es zu verplanen. Wenn ihr in Cronenberg was wollt, müsst ihr das selber hinkriegen.“

Wir machen in Cronenberg schon viel, aber wir zahlen auch nicht unerhebliche Gewerbesteuer, von der wir auch gerne etwas in unseren Stadtteil eingesetzt hätten. Nicht nur im Bürgerbüro, sondern auch in Verkehrs- und Stadtplanung, Straßen und vielleicht auch kleine Verschönerungen.
Ach ja, da muss ich an den gerade von der Stadt aufgestellten Weihnachtsbaum denken. Diesmal sehr
stattlich (3,50 Meter einschließlich Spitze und dünn) sogar bis jetzt ohne Beleuchtung. Übrigens der einzige städtische Beitrag „em Dorpe

Rolf Tesche
Nachtigallenweg 17

- verfasst 2016-12-10 22:51 in Kategorie:

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