Cronenberger Woche vom 09./10.12.2016 Leserbrief Seite 5

„Der Bügerwille wird missachtet“

Betr.: „Trotz aller Proteste: Die Stadt plant das Bürgerzentrum“, CW v. 2.12.2016

Als Wuppertaler Bürger, als Cronenberger Anwohner und als Vertreter der Linken in der Bezirksvertretung möchte ich hiermit meine Verärgerung über die Vorgehensweise der Wuppertaler Stadtverwaltung in Sachen Ersatz-Neubau des Wuppertaler Einwohner-Meldeamtes zum Ausdruck bringen.

Es liegt auf der Hand, dass in diesem Zusammenhang weitere Einschränkungen, wenn nicht sogar Schließungen von Bürgerbüros drohen. Mit dieser Maßnahme ist eine weitere Zentralisierung zu befürchten, die den Service in den einzelnen Stadtteilen weiter abbauen wird. Die Cronenberger Bezirksvertretung ist über alle Parteigrenzen hinweg einstimmig der Auffassung und hat dies auch in mehrfacher Form bekräftigt, dass laut Gemeindeordnung in den einzelnen Stadtteilen eine dezentrale Anlaufstelle vorhanden sein muss. Auch eine Klage dahingehend wurde angedroht.

Doch selbst diese Geschlossenheit in der Bezirksvertretung mit der Unterstützung der vier Cronenberger Bürgervereine nach einer Revitalisierung der Bürgerbüros scheint die Verwaltungsspitze nicht zur Kenntnis nehmen zu wollen. Stattdessen werden mit dem geplanten Millionen-Neu-bau Fakten geschaffen und der Bürgerwille missachtet. Und gerade der ist es doch, der von dem Bürgerbeteiligungsdezernenten in Sachen Seilbahn so beispielhaft herausgestellt wird.

Doch bisher zu diesem Thema großes „Schweigen im Wald”. Vielleicht wird die Verwaltung erst dann munter, wenn sich die Menschen in den einzelnen Stadtteilen zusammenschließen und sich zur Wehr setzen.
In Cronenberg könnte ich mir das vorstellen.

Hartmut Kissing
Wilhelmring 93

- verfasst 2016-12-10 22:43 in Kategorie:

Kommentare

Kommentare deaktiviert