Cronenberger Woche vom 9./10. Dezember 2016

Liebe Leser
W ar das Absicht, amateurhaft, beides oder gar nichts von beidem?
Letzte Ausgabe konnten Sie auf der Titelseite der CW lesen, dass die Stadtverwaltung ein Bürger-
zentrum… am Barmer Rathaus plant. Ein Aufschrei war die Folge: Ob die Opposition im Rat, die
Cronenberger Bürgervereine oder auch Bezirksbürgermeisterin Ursula Abé, sie alle sahen in
dem Konzept (mehr dazu auf Seite 5) vor allem auch eines: den Todesstoß für die Bürgerbüros.
Am Mittwoch dann die Überraschung: Zunächst watschten die Groko-Häuptlinge Michael Müller (CDU) und Klaus Jürgen Reese (SPD) die Verwaltung ab – das Konzept habe zwar nichts mit den Bürgerbüros zu tun, aber so könne man das auch nicht machen. Am 19. Dezember, wie im Fahrplan vorgesehen, werde man sich im Rat nicht mit dem Konzept befassen – hoppla!
Damit war klar: Die Bürgeramts-Vorlage wandert erst einmal auf Wiedervorlage. Dumm gelaufen, auf jeden Fall! Hat sich die Stadt da schlicht verkalkuliert? Scheint so: Am 1. Dezember noch sahen weder CDU noch SPD Anlass, die Bürgeramts-Pläne auf Februar zu schieben: Im Gebäudemanagement-Ausschuss wurde das Konzept mit großer Mehrheit abgesegnet – komisch…
Hat da die Kritik von Grünen, Linken, FDP, der Bürgervereine und Bezirksbürgermeister Wirkung gezeigt? Nein, heißt es, die Verwaltung sei der böse Bube, sie habe ihren Job nicht gemacht. Ein Geschmäckle bleibt, aber immerhin ist nun bis Februar Zeit, an einer Lösung zu arbeiten. Man darf gespannt sein, ob Verwaltung, aber auch Politik im Tal dabei nicht „vergessen“, die Stadtteile mitzunehmen. Denn Wuppertal ist mehr als die Summe seiner Stadtteile… – sonst kommt in Cronenberg vielleicht noch jemand auf die Idee eines Brexits, oder besser gesagt eines
„Croxits“…
Einen besinnlichen dritten Advent,
Ihre
Cronenberger Woche

- verfasst 2016-12-10 22:12 in Kategorie:

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