Westdeutsche Zeitung vom 19. November 2014

Im Frühjahr beginnt der Hausbau

SUDBERG Sanierung des Hösterey-Geländes ist abgeschlossen. Das Gewicht des
abtransportierten Bodens ist schwerer als der Eiffelturm.

Der Investor und die Vertreter der Stadt und Politik auf dem Hösterey-Gelände.
Foto: Ann Schwartz

Von Michael Bosse

Fast 11100 Tonnen Bauschutt und teilweise belasteter Erdboden sind in knapp einem Jahr von dem Gelände der ehemaligen Firma Hösterey entsorgt worden. Nun kann Privatinvestor Tobias Conrad einen Schlussstrich ziehen: „Die Sanierung dieses Grundstücks ist damit ganz offiziell beendet“, sagt er am Rande des Geländes. Im Hintergrund rollen zwar noch fleißig Laster, doch die bringen jetzt neuen Boden.

Die Sanierungsarbeiten waren nötig geworden, weil auf einem Teil des Areals das krebserregende Chrom VI entdeckt worden war. Die ab- transportierte Menge entspricht etwa 440 Sattelkippern und ist schwerer als der Eiffelturm, rechnet Conrad vor. Der hochbelastete Boden kam auf eine Deponie in Düsseldorf-Hubbelrath, der niedrig- bis mittelbelastete Aushub auf eine Deponie in Duisburg. Das gesamte rund 5500 Quadratmeter große Grundstück sei jetzt „frei von Bodenverunreinigungen und somit für jede Art von Nutzung geeignet“, erklärt Conrad. Das bestätigt ein der Stadt vorgelegtes Gutachten.

Pilzbefall: Sorgen um die mächtige Rotbuche

Ende 2004 hatt die Firma Hösterey Insolvenz angemeldet. Die Sanierung des Geländes hatte sich verzögert, weil der vormalige Eigentümer im April 2012 ebenfalls pleite gegangen war. Als neuer Investor kam Conrad im Sommer 2013 ins Spiel.
Zwischenzeitlich ging auch die Entsorgungsfirma in die Insolvenz. Es sei ein Weg der „Irrungen und Wirrungen“ gewesen, doch nun habe der Eigentümer ein „tolles Baugrundstück“ geschaffen, sagt Umweltdezernent Frank Meyer.
Conrad hat Bauanträge für zwei Doppelhäuser am Schöppenberg gestellt. Die Bauarbeiten sollen im kommenden Frühjahr starten.
Ein Architekt erstelle bereits die Pläne. Konkrete Bauplanungen für den Bereich an der Sudberger Straße gebe es dagegen noch nicht.
Etwas Sorgen bereitet derzeit aber die mächtige Rotbuche auf dem Gelände:
Sie ist von einem Pilz befallen, ihr Zustand soll nun durch ein Gutachten. geklärt werden.


  • KEIN SCHUTT AM SIMONSHÖFCHEN


    • HALDE Von dem ehemaligen Hösterey Gelände ist nach Angaben des städtischen Umweltamtes kein belastetes Material auf die Halde am Simonshöfchen gelangt.

      EIGENTÜMER Diese Frage war immer wieder mal aufgekommen, da die Halde in Vohwinkel auch der Firma gehört, die zeitweise für den Abtransport des belasteten Bodens aus Sudberg zuständig war, mittlerweile aber in die Insolvenz gegangen ist.

      VORSCHRIFTSMÄSSIG Die abgetragenen Böden seien vorschriftsmäßig entsorgt worden, hieß es gestern noch einmal.

      - verfasst 2014-11-23 20:55 in Kategorie:

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