Cronenberger Woche vom 5./6. Oktober 2012 Seite 5

Quer durch Cronenberg fürs Kinderhospiz

Bei der Sponsoren-Wanderung der Cronenberger Bürgervereine fürs Kinderhospiz war der Weg das Ziel.


Fleißig Stempel auf die Sponsorenkarten verteilen musste Zita Höschen von der Caritas an die rund 50 fleißigen Mitwanderer auf dem langen Weg vom Küllenhahn nach Sudberg.

Cronenberg. Mit etwas Verspätung startete die Sponsoren-Wanderung an der Kaisereiche: Mit strammen Schritten, die nicht etwa Wanderführer Thomas Graap vorlegte, sondern die Wanderer selbst, ging es über einen schmalen Pfad in Richtung Nöllenhammerweg. Fast in Rekordzeit wurde so die erste Etappe bis Cronenfeld gemeistert, auch wenn es dabei nicht immer über befestigte Wege oder in Vonkeln auch über Straßen ging: „Ein bisschen Abenteuer muss halt sein”, freute sich auf den letzten Metern Ina Herschel beim Marsch durch dichtes Dickicht.

Zahlreiche Überraschungen

Am Café Podzelny gab es schließlich die erste Überraschung für die Wandertruppe: Eine riesige Kuchenplatte war auf der Terrasse neben der Sambatrasse platziert worden, von der Edwin Markert fleißig austeilte: „Es ist schön, den Menschen eine Freude zu machen”, begründete er seinen „Einsatz” am Backblech. Eine halbe Stunde zu früh war man an der ersten Zwischenstation angekommen, sodass man eine kleine Pause einlegen konnte. „Hier hat sich eine homogene Truppe gefunden”, befand Thomas Graap: „Alle sind schön zusammen geblieben.” Aber es lag ja noch eine weite Strecke vor den Sponsorenwanderern: Zehn Minuten zu früh machte man sich schließlich auf in Richtung Ortsmitte. Aber nicht über die Sambatrasse, sondern über nicht so stark frequentierte Wege. „Hier bin ich ja noch nie gewesen”, konnte man an diesem Tag nicht nur einmal hören. Und als man schließlich die größte Steigung in Schwabhausen gemeistert hatte, bei der auch Bezirksbürgermeister Michael-Georg von Wenczowsky ins Schwitzen kam, ließ sich sogar die Sonne am Himmel über Cronenberg blicken.

„Viele tolle Gespräche”

Am Hans-Otto-Bilstein-Platz erhielt die Wandergruppe nicht nur weiteren Zuwachs, vielmehr verteilte Edwin Markert nun eine Kiste voller Äpfel. Da man erneut schneller als gedacht war, gab es nun eine Pause von 45 Minuten – Gelegenheit, mal nicht im Laufschritt ins Gespräch zu kommen. „Die Stimmung war super, es gabviele tolle Gespräche”, resümierte so auch Zita Höschen. Ein lautes „Abmarsch” von Wanderführer Graap beendete die gesellige Runde, die sich fortan wieder in Bewegung setzte. Schließlich wartete eine Führung im Manuelskotten. Auf dem Weg dort hin mussten aber auch die Gleise der Bergischen Museumsbahnen passiert werden: „Nicht dass mir jemand in die Straßenbahn einsteigt”, mahnte Wanderführer Thomas Graap. Wohl wissend, dass die Museumsbahnen gar nicht unterwegs waren. Doch just als man die Bahnstrecke erreicht hatte, bimmelte eine voll besetzte Tram an den Wanderern vorbei. „Das ist ja eine Überraschung”, entfuhr es OB Peter Jung, „ihr habt heute ja aber auch für alles gesorgt.”

Nach dem Manuelskotten kam der große Regenschauer

Nach einem Ausflug in die Geschichte der Hämmer und Kotten im Bergischen wurde es „unbequem“: Petrus öffnete die Schleusen, aber selbst das konnte die Wanderfreunde nicht erschüttern: Schnell Kapuzen und Schirme raus und weiter ging es. „Wir haben heute wirklich alles erlebt, was man erleben kann”, resümmierte Wanderungsleiter Graap: „Selbst den bergischen Regen haben wir überstanden.” Sudbürger-Vorsitzende Sabine Böttcher sah es hingegen etwas pragmatischer: „Eine Veranstaltung in Wuppertal ohne Regen ist nichts!” Mit zwar kleineren Schritten als zu Beginn aber herzlicher Stimmung ging es schließlich Richtung Sudberg hinauf. „Man hatte viel zu erzählen”, berichtete Thomas Graap. Besonders gefragt war Kinderhospiz-Koordinatorin Zita Höschen: „Es gab natürlich viele Nachfragen, was im Haus gemacht wird und wie man weiter helfen kann”, freute sich Höschen über die „riesige Resonanz” – „interessante Ideen waren auch dabei.” Wer nicht mitwandern konnte, aber dennoch das Kinderhospiz unterstützen möchte, der findet Angaben zum Spendenkonto sowie viele weitere Informationen online unter kinderhospiz-burgholz.de.
Marcus Müller
Eine Foto-Galerie findet sich unter cronenberger-woche.de

- verfasst 2012-10-14 20:43 in Kategorie:

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