Cronenberger Woche vom 20./21. Januar 2012 Seite 8

Einen Eichenbalken zu viel, aber sonst alles „im Lot”

Bürgerverein „Sudbürger“ traf sich zur Mitgliederversammlung? Vorstand entlastet.

Der Sudbürger-Vorstand: Wolfgang Meis, Sabine Böttcher, Monika Ockenfels, Michael Seidler, Martin Treckmann, Corinna Schlechtriem und Marion von Kürten (v.l.n.r).

Der Vorstand ohne Probleme „en bloc“ entlastet, die Kasse in Ordnung, die Aktionen (fast) alle ein Erfolg und – nach dem Chaos im vergangenen Jahr – diesmal kein (Tief-)Schnee – die Mitgliederversammlung des Bürgervereins „Sudbürger“ ging ohne Probleme über die Bühne.
In ihrem Rückblick zog Sudbürger-Chefin Sabine Böttcher positive Resumees zum alljährlichen Osterfeuer („Sehr schön und gut für die Kasse!“) oder auch einer Fackelwanderung zum Manuelskotten („Total schön!“), nur bei der Sudberger Picobello-Aktion hätten ein paar mehr erwachsene Hände mit anpacken können, fand Sabine Böttcher: Aber dafür waren ja umso mehr kleine Sudbürger dabei und, so Böttcher weiter: Damit sei die Aktion auf jeden Fall pädagogisch sinnvoll gewesen! Überhaupt wünscht sich der Vorstand mehr tatkräftige Unterstützung bei den Sudbürger-Veranstaltungen, auch Mitarbeit im Vorstand ist herzlich willkommen, appellierte Sabine Böttcher im Saal der Gaststätte Odenwaldhaus, sich bei den Sudbürgern einzubringen.

Ein Thema, das die Sudberger mobilisierte und 2006 zur Gründung des Bürgervereins führte, stand auch diesmal auf der Themenliste: das durch Altlasten, da runter das krebserregende Chrom VI, verseuchte Gelände der ehemaligen Härterei Hösterey. „Im Süden nichts Neues“ ließe sich die Quintessenz zusammenfassen; „alle Jahre wieder“ berichtete Sabine Böttcher, dass es kaum Neues zu ‚ berichten gibt. Aus Datenschutzgründen habe sie von der Stadt keine umfassende Auskunft erhalten, nur so viel: Das jahrelange Gerangel um die städtische Ordnungsverfügung zur Erzwingung einer Sanierung der Firmenbrache ist noch immer nicht abgeschlossen: „Mal gucken, wie viele Jahre es noch dauert“, so Sabine Böttcher mit ironischem Unterton dazu.
Natürlich auch nicht unerwähnt blieb der Kampf der vier Cronenberger Bürgervereine für den unveränderten Erhalt des Bürgerbüros Cronenberg. Man werde Ende des Jahres ganz genau auf die Ergebnisse der Auswertung der Bürgerbüro-Kürzungen schauen, kündigte die Sudbürger-Chefin an:
„Ich bin gespannt wie hoch der Einspareffekt tatsächlich ausfallen wird.“ Sabine Böttcher begründete noch einmal den Austritt aus dem Stadtverband der Wuppertal Bürgervereine („Wir fühlten uns zu wenig vertreten – zum Bürgerbüro kam ja gar keine Unterstützung“) und bekannte sich dafür zur Arbeitsgemeinschaft „Die Cronenberger!“, in der die vier Dörper Bürgervereine seit letztem Jahr gemeinsame Aktionen durchführen.
Mit Blick voraus ist das nächste Osterfeuer bereits terminiert: Am Ostersamstag, 7. April, soll es in Sudberg wieder lodern. Ebenso wollen die Sudbürger auch wieder regelmäßige Stammtische anbieten; für Themenvorschläge ist der Bürgerverein immerzu offen. Weiteres Vorhaben für 2012: „Der Eichenbalken muss weg!“ Der Bürgerverein hatte diesen angeschafft, um damit auf die zum Naturdenkmal erklärte Blutbuche an der Ecke Sudberger Straße/Schöppenberg hinzuweisen. Pech: Inzwischen wurde eine Regelung erlassen, nach der alle Naturdenkmale ab 2012 einheitlich ausgewiesen werden sollen – dumm gelaufen! Für Interessierte:
Der Eichenbalken ist 265 mal 17 mal 24 Zentimeter groß, Näheres dazu unter sudbuerger.de oder per Telefon unter 247 85 20.

- verfasst 2012-01-21 17:24 in Kategorie:

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