Wuppertaler Rundschau vom 30.11.2005

„Nur drei Doppelhaushälften“

Hösterey-Gelände – nächste Runde: Fragenkatalog der Grünen beantwortet?

Der Blick durch eingeschlagene Fenster offenbart tiefe Einblicke in die Schleiferei Hösterey. Foto: Urssu

Mit einem Bericht zur Gewerbebrache der ehemaligen Schleiferei Hösterey in Sudberg ging Umweltdezernent Harald Bayer auf die Anfrage der Grünen-Ratsfraktion ein. Acht Fragen wollten die Grünen beantwortet haben, um sich und den Anwohnern einen Einblick und Überblick über eine mögliche Gefährdungslage an der Sudberger Straße 49 zu verschaffen. Ob dies mit Vorlage des Sachstandsberichtes gelungen ist? Eher jein.
Bereits bekannt war, dass hochgiftige Chrom-Verbindungen in sehr hohen Konzentrationen auf dem Gelände zu finden sind. Als nicht löslichen Verbindungen können sie jedoch die vier umliegenden Brunnen nicht gefährden, so Experten. Es blieben aber noch weitere Fragen offen: Zum einen wer der Eigentümer dieses Geländes ist oder werden will. Wie nun kürzlich bekannt wurde, handelt es sich wohl um einen Investor, der schon mit Immobiliengeschäften in der Ringstraße von sich hören machte. Ob der neue Eigentümer für die Sanierung des Geländes aufkommen muss und welche Maßnahmen seitens der Verwaltung empfohlen werden – eine Antwort auf diese Fragen steht noch aus. „Zur Zeit kann der Sanierungsumfang nicht benannt werden“, erklärt Bayer. Zwar gibt es ein im Oktober erstelltes Bodengutachten, das keine besorgniserregenden Befunde aufweist, letztendlich wird aber ein noch ausstehendes Gutachten Klarheit über die notwendigen Maßnahmen und damit verbundenen Kosten bringen. Die Grünen-Ratsherren Peter Vorsteher und Paul Yves Ramette sorgten ebenfalls für etwas mehr Durchblick bei den Anwohner der Sudberger Straße. „Wir haben eine detaillierte und transparente Auflistung des Vorgangs vorgefunden“, berichtete Vorsteher vom Aktenstudium.
Die Frage, wie stark die Bebauung an der Sudberger Straße 49 sein wird, konnte zumindest jetzt schon geklärt werden.
„Es sollen nur drei Doppelhaushälften werden“, so Peter Vorsteher zufrieden, „damit können wir leben – und die Anwohner wohl auch, zumal mit dieser Bebauung die Sicherung und Sanierung des Geländes gewährleistet ist.“
Eduard Urssu

- verfasst 2006-05-26 20:16 in Kategorie:

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