Cronenberger Woche vom 4./5. März 2011

Hösterey Stillstand trotz Fortschritt

Sudberg. Als Oberbürgermeister Peter Jung im November letzten Jahres der Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Cronenberg beiwohnte. hatte er auch eine ganz aktuelle Nachricht im Gepäck:
Jung berichtete dem Stadtteilparlament, dass die Stadt gerade eine Ordnungsverfügung mit der Androhung eines Zwangsgeldes gegen den Eigentümer des schadstoffbelasteten Hösterey-Geländes erlassen habe.
Rund drei Monate ist das nun her, „aber es hat sich wenig getan”, räumt Ansgar Toennes vom städtischen Umweltressort ein. Wobei, wie Toennes weiter gegenüber der CW berichtet, ist schon einiges in Sachen „Hösterey“ passiert. Richtige Fortschritte habe es indes bislang aber nicht gegeben. So hatte die betreffende Kölner Baufirma gegen die Zwanggeldandrohung zwischenzeitlich Einspruch eingelegt. Dieser Einspruch wurde nach Angaben von Ansgar Toennes jedoch abgelehnt. Daraufhin setzte die Stadt ein Zwangsgeld zur Sanierung des verseuchten Grundstückes fest, wogegen die Kölner Firma wiederum Widerspruch einlegte: „Dieser Widerspruch läuft noch, das ist der aktuelle Stand”, so Ansgar Toennes weiter.
Gleichzeitig, so der stellvertretende Leiter des Umweltressorts, habe die Firma aber mittlerweile auch Unterlagen eingereicht, die Hoffnung auf eine gütliche Einigung, sprich den Abschluss eines öffentlich-rechtlichen Vertrages zur Sanierung des Grundstückes an der Sudberger Straße machen: „Dieses prüfen wir aktuell.“
Wie bereits mehrfach berichtet, wurde vor rund sechs Jahren im Erdreich des Sudberger Hösterey Geländes ein Schadstoff-Cocktail festgestellt. Unter anderem fand sich dabei in einem Teilbereich das krebserregende Chrom VI.

- verfasst 2011-03-06 17:49 in Kategorie:

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