Cronenberger Woche vom 25/26.11.2005

„Guter Job vom Umweltamt“

„Hösterey“: Grüne nahmen Akteneinsicht zum verseuchten Sudberger Firmengelände.
Sudberg. Keinen Anlass zur Kritik an der Wuppertaler Umweltbehörde sahen die Cronenberger Grünen-Ratsherm Paul-Yves Ramette und Peter Vorsteher, nachdem sie in dieser Woche Einsicht in die Akten zum Hösterey-Grundstück genommen hatten. Zur Erinnerung: Vor wenigen Wochen war bekannt geworden, dass das alte Firmengelände in Mittelsudberg zum Teil erheblich verseucht ist.
„Die Untere Wasserbehörde hat ihren Job gut gemacht“, meint Peter Vorsteher auf CW-Nachfrage: „Wir haben eine sehr gute Aktenlage vorgefunden.“ Gleichzeitig machte der Sprecher der Grünen-Fraktion im Rat deutlich, dass man keine Bedenken gegen den geplanten Bau von drei Doppelhäusern habe. Das Wichtigste sei, dass das Grundstück saniert werde. Vorsteher:

Belastung:..............Prüfwertüberschreitung:

Chrom:....................32-fache Überschreitung
Blei:.........................22-fache Überschreitung
Arsen:......................1,3-fache Überschreitung
Nickel:......................1,74fche Überschreitung
ChromVl:..................55-fache Überschreitung
Benzopyren:..............1,6-fache Überschreitung

„Wenn der Bauträger abspringt, bleibt alles beim Alten.“
Als „sehr kooperativ“ bewertete Ansgar Toennes nach einer Unterredung die Haltung des Bauträgers. Die Immobilienfirma habe bereits einen Gutachter beauftragt. Er sei „sehr optimistisch“, so Toennes, dass binnen der nächsten zwei Monate ein Detail-Gutachten vorliegen werde.
Unterdessen wurden am Dienstag in der Sitzung des Umweltausschusses die maximalen Prüfwertüberschreitungen auf dem Mittelsudberger Grundstück bekannt gegeben. Demnach sind insbesondere die Belastungen mit Chrom, Blei und
vor allem mit dem krebserregenden Chrom VI hoch. Die Werte sind im Detail in dem oberen Kasten aufgelistet.

Sudberg ist „unauffällig“

Ist der Süden Cronenbergs dicht? Entwicklung der Bevölkerungs- und Kfz-Zahlen sprechen dagegen.
Kommt man irgendwann nur noch mit dem Hubschrauber aus Sudberg raus, wird im südlichsten Cronenberger Ortsteil zu viel gebaut, ist Sudberg bald dicht? Das sind Fragen, mit denen sich jüngst erst eine Bürgerversammlung beschäftigte. Auch in der Bezirksvertretung wird die Entwicklung in Sudberg kritisch gesehen. Doch bis Bauleitpläne in Kraft treten könnten, würden Jahre vergehen. Daher, so klang es in der letzten BV-Sitzung an, soll nun eine Rahmenplanung die Bebauung auf Sudberg steuern.
Die Zahlen der städtischen Statistiker im Rathaus Barmen geben indes keinen Hinweis darauf, dass sich die Sudberger bevorraten oder nach Hubschraubern Ausschau halten müssten, weil sie nicht mehr aus ihrem Ortsteil herauskommen.. Wie der Bezirksvertretung mitgeteilt wurde, ist die Sudberger Bevölkerung seit 1980 (2.111 Bewohner) lediglich um 139 Personen auf 2.250 Bewohner angewachsen. Das ist eine Zunahme von rund 6,6 Prozent.
Ähnliches Bild bei der Zahl der Sudberger Pkw‘s: Waren 1995 noch 1.251 Pkw‘s von Sudberger Bewohnern zugelassen, so wurden 2004 1.290 Sudberger Autos registriert – ein Plus von etwas mehr als drei Prozent. „Sudberg ist ein ganz unauffälliges Quartier“, sagt der städtische Statistiker Oliver Pfumfel dazu, Zum Vergleich: In ganz Wuppertal nahm die Zahl der Pkw‘s um fast acht Prozent auf 185.733 zu.

- verfasst 2006-05-26 20:03 in Kategorie:

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