Wuppertaler Rundschau Mittwoch, 16. Dezember 2009 Nr. 51

15.000 Tonnen vergifteter Boden

Unterkohlfurth: Altlasten auf dem Gelände des Galvanikbetriebes

Seit Januar stehen die Räume leer, jetzt muss saniert werden.

(urs). Die Dezembersitzung der Bezirksvertretung Cronenberg brachte es buchstäblich auf den Tisch. Die zuvor als nicht
öffentlich behandelte Tischvorlage zu Altlasten in der Unterkohlfurth 76, wurde im öffentlichen Sitzungsteil zur Kenntnis
genommen.

Aus dem Bereich des Ressorts Umweltschutz geht hervor, dass Boden und Grundwasser des ehemaligen Grundstücks der Firma Baaske in der Unterkohfurth 76 mit Chromsäuresalzen belastet sind. Außerdem finden sich im Boden Nickel, Lösemittel und polyfluorierte Tenside (PFT) in erhöhten Konzentrationen. Die Gutachter gehen davon aus, das die Belastungen im „Wesentlichen durch den langjährigen Betrieb einer Galvanik entstanden“ sind.
Die Bereiche mit der höchsten Chromsäuresalz-Belastung werden abgetragen und durch sauberen Boden ersetzt. Dafür wird das Erdreich auf einer Fläche von rund 1.500 Quadratmetern bis in eine Tiefe von bis zu sieben Metern ausgehoben. 15.000 Tonnen Erdreich müssen auf LKW verladen und zur Deponie gefahren werden. Die Kosten für die Altenlastensanierung des Geländes betragen nach ersten Schätzungen 3,2 Millionen Euro. Die Finanzierung teilen sich der Altlastensanierungs- und Altlastenaufbereitungsverband NRW (AAV), die Firma Baaske und die Stadt. Grünen-Ratsherr Peter Vorsteher begrüßte das Vorhaben und erinnert an eine andere Altlast: „Allerdings wünsche ich mir für das ehemalige Hösterey-Gelände in Sudberg ebenfalls eine solch schnelle Lösung. Die Anwohner warten schon seit Jahren auf eine vernünftige Entscheidung.“ Auch CDU-Mitglied Claudia Schmidt sprach sich für mehr Transparenz aus: „Die Sudbürger haben Klarheit zum aktuellen Verlauf im Fall Hösterey verdient. Die Verwaltung soll dazu Stellung nehmen.“

- verfasst 2009-12-16 21:48 in Kategorie:

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