Bergische Küche - Pillekoken

Pillekoken

1. So werden Pillekoken immer noch gemacht nach Art der Urgroßmütter:

Zwei bis zweieinhalb Pfund dicke, rohe Kartoffeln werden in drei Millimeter dünne und drei bis vier Zentimeter lange Streifen ( = „Piller“) geraspelt. Man kann dazu die „Schnibbelreibe“ oder „Pillekokenreibe“ benutzen, die es im Bergischen heute noch in manchen Haushaltwarengeschäften zu kaufen gibt. Salz und Pfeffer gibt man nach Geschmack hinzu. Dann rührt man zwei bis drei ganze Eier unter, ein bis zwei Eßlöffel Weizenmehl und vier große geriebene Zwiebeln. In der (zugedeckten !) Pfanne werden die Pillekoken von beiden Seiten mit gutem Öl braungebacken, bis sie außen knusprig werden. Pillekoken sind so groß wie Pfannekuchen, aber etwa doppelt so dick. Die angegebene Menge reicht für vier Stück.

Zu einer zünftigen Pillekoken-Mahlzeit gehören als Beigaben: Rübenkraut (Zuckerrübensirup), bergisches Schwarzbrot (nicht Pumpernickel !) und Butter.

2. Will man an einem feuchtfröhlichen Abend seinen Gästen eine kleine salzige Leckerei anbieten, kann man die „Piller“ auch, nachdem man sie kurz mit einem Tuch abgetrocknet hat, in kochendem Fett schwimmend schnell goldbraun braten (auf ähnliche Weise wie Pommes frites). Unsere Urgroßmutter bestreuten die „Piller“ leicht mit Salz und reichten sie heiß oder kalt zu Wein und Bier.

- verfasst 2009-11-03 19:09 in Kategorie:

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