Bergische Küche - Dicke Buanen

Dicke Buanen

Im südlichen Bergischen Land feiert man „Decke Bunne Kirmes“ zur Bohnenernte. Gepflanzt werden „Dicke Buanen“ im März; „Wä well Dicke Buanen eten, darf den Määz jo nit vergeten !“ Die Puffbohne, wie sie auf Hochdeutsch heißt, gehört in die Familie der Wicken. Man soll „Dicke Buanen“ nur hellgrün verwenden und solange der Keimfleck noch weiß ist. Zur „Dicke Buanen Tiet“ bekommt man in den Geschäften auch das frische „Buanenkrut“ , was man zur Zubereitung verwendet.

Hier das alte bergische Rezept:

Für 2 bis 3 Personen nimmt man
3 Pfd. Bohnen,
¾ l Wasser,
Salz nach Geschmack,
Bohnenkraut,
¾ Pfd. geräucherten, mageren Speck,
1 Eßlöffel Mehl.

Man hülst die Bohnen aus und wäscht sie leicht ab. Dann gibt man sie zusammen mit dem Speck in das kochende Wasser und läßt sie eine bis anderthalb Stunden kochen. Sollen die Bohnen hell bleiben, kocht man sie im offenen Topf. Falls Flüssigkeit verkocht, füllt man mit kochendem Wasser nach. ¼ Stunde vor dem Anrichten verrührt man das Mehl mit etwas Wasser und gibt es zu den Bohnen. Dann würzt man nach Bedarf mit Salz und fügt Bohnenkraut hinzu. Für die Zubereitung der „Dicke Buanen“-Mahlzeit braucht man etwa zwei Stunden. „Dicke Buanen met Speck“ gehören seit je zu den Lieblingsspeisen der Bergischen. Man kennt sie auch rings um das Bergische Land, aber bei uns wurden sie auf besondere Weise zubereitet.

- verfasst 2009-11-01 20:38 in Kategorie:

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