Cronenberger Woche vom 26./27. September 2008 Seite 1

Hösterey: Widerspruch abgelehnt

Chrom-Altlast muss jetzt bis Frühjahr 2009 saniert werden.

Wird die Sanierung des zum Teil mit Chrom VI verseuchten Geländes der ehemaligen Härterei Hösterey bald angepackt? –
Wie Montag auf der Versammlung des Bürgervereins „Sudbürger“ bekannt wurde, ist ein Widerspruch gegen die Sanierung zurückgewiesen worden. Damit hatte sich der Eigentümer bei der Bezirksregierung Düsseldorf gegen eine Ordnungsverfügung gewehrt, mit der die Stadt Wuppertal ihn zur Sanierung des Chrom VI-Schadens zwingen wollte.
Auf CW-Nachfrage bestätigte die Bezirksregierung, dass man der Stadt in allen Punkt Recht gegeben habe. Wie Ansgar Toennes vom zuständigen Ressort Wasser Boden Abfall gegenüber unserer Zeitung erklärte, muss der Eigentümer nun bis März 2009 für eine Sanierung des Chrom VI-Schadens sorgen. Nachdem bereits die Beseitigung der Altöle bis Ende September zugesagt worden sei, zeigt sich Toennes zuversichtlich, dass der Eigentümer auch die Bodensanierung durchführen werde: „Wir haben keinen Anlass daran zu zweifeln.“
Michael Seidler, einer der beiden stellvertretenden Vorsitzenden der Sudbürger, äußerte indes sein Unverständnis über den Umgang mit den Fässern und Tanks in der Hösterey-Fabrik: „Für die laxe Art hier fehlt mir teilweise das Verständnis“, so Seidler, nach eigenen Angaben Geschäftsführer einer Firma, die mit Gefahrstoffen umgeht. Seidlers Eindruck: „Bei Lagerung in halb verfallenen Gebäuden gibt es offensichtlich keine Auflagen.“ Wie berichtet, sind für den Bau von zwei Doppelhäusern an der Straße Schoeppenberg bereits die Parzellierungen des Hoesterey-Grundstückes genehmigt worden. Das Gebäude der ehemaligen Härterei selbst soll nach CW-Infos nun für Wohnungen umgebaut werden. Die auf dem Grundstück stehende Blutbuche, ein eingetragenes Naturdenkmal, soll erhalten bleiben.

- verfasst 2008-09-28 19:04 in Kategorie:

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