Cronenberger Woche vom 16./17. Mai 2008 Seite 9

Rekordbesuch bei Vonkelner Pickfest

„Wonnewetter“ bescherte dem Vonkelner Verein großen Zulauf/CHBV gewinnt Promi-Picken, Ugo Romano die Pick-WM.

„Gebrummt hat‘s“, so lautete das Fazit des Vonkelner Pickfests von Friedhelm Ackermann, dem Vorsitzendenden des Pickvereins „Grüne Eiche“. Und wie es bei dem zweitägigen Fest brummte: Bereits nach dem ersten Tag musste Pickchef Ackermann Salate und Grillwürstchen sowie Bier nachbestellen – der Vonkelner Pickverein erlebte eines der erfolgreichsten Feste an sich Fiedhelm Ackermann zurückerinnern kann – das hatten sich die in den letzten Jahren nicht vom Wetter verwöhnten Vonkelner verdient!
In den Jubelchor stimmte auch Vereinsvize Bernd Haas ein: Seit Jahren steht der Vonkelner mit seiner Paddy Peilmann-Band samstagabends auf der Bühne und rockt gegen Regen, Kälte und Stromausfälle an, diesmal wurde das Quartett dafür entschädigt: Als Haas & Co. mit ihrem Mix aus Rock, Pop & Comedy loslegten, war die Pickbahn bis zum Rand gefüllt: „Das war ein richtiges Highlight“, berichtet Haas
Entsprechend kurz war die Nacht auf Vonkeln: Nachdem „die Pellmänner“ fast bis 1 Uhr abrockten, brummte das Pickfest beim Irish-Folk-Frühschoppen nahtlos weiter. Drei Fässer Beamish mussten nachgeordert werden: „Jetzt können wir an der Anlage einiges verschönern‚ freute sich Bernd Haas, dass auch „unterm Strich“ etwas für den Verein hängen blieb.
Wie üblich wurde nicht nur gefeiert, sondern auch gepickt: Beim Königspicken, der Vereinsmeisterschaft des Pickvereins „Grüne Eiche“, blieb eine Überraschung aus:
Mit Ugo Romano (21 Pins) verteidigte der Abo-Sieger der letzten Jahre seinen Titel als inoffizieller Pick-Weltmeister. Drei Pins dahinter lieferten sich Dirk Schmidt und Patrick Florath ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das Patrick Florath im Stechen für sich entschied. Die Zitrone für das Schlusslicht beim Königspicken „errang“ übrigens Gernot Krakat mit Anstand: „Die will ich haben“, trug der die rote Laterne mit Humor: „Was soll ich im Mittelfeld.“
Mit ähnlich viel Spaß verlief das Promi-Picken, bei dem sich diesmal Vertreter der vier Cronenberger Bürgervereine im Picken versuchten. Den Lokalmatadoren Michael-Georg von Wenczowsky und Andreas Keller (Bürgerverein Hahnerberg-Cronenfeld) nutzte der Heimvorteil nichts: Mit null Treffern war nichts zu reißen. Immerhin einen Ehrentreffer landete Sudbürger-Chef Frank van Balen, während Grünen-Ratsherr Paul-Yves Ramette an seiner Seite leer ausging. Dem Vernehmen nach will es van Balen in seiner künftigen norddeutschen Heimat nun mit „Burseln“ probieren.
Eine Nullnummer legte auch Küllenhahns Bürgervereinschef Peter Vorsteher hin. Mit der Wahl von Beiratsmitglied Annette Landsiedel bewies Vorsteher dagegen ein ungleich glücklicheres Händchen: Die Küllenhahner Schreinerin bewies, dass sie mit Holz umzugehen vermag und rettete mit zwei Treffern die Küllenhahner Ehre.
Dass das nicht der Sieg beim diesjährigen Promi-Picken war, lag am Cronenberger Heimat- und Bürgerverein: CHBV-Vize Stephan Ries und Cronenbergs SPD-Chef Dieter Scherff hatten zwar beide noch nie gepickt und zusammen schon gar nicht, ergänzten sich dafür aber umso besser: Mit sechs Pins gewann das „Verlegenheits-Duo“ überlegen die Promi-WM. „Auf dem Höhepunkt sollte man abtreten – das ist ja nicht mehr zu toppen“, kündigte Dieter Scherff postwendend seinen Rücktritt an – vom Pickspiel, wohlgemerkt!

Pickchef Ackermann und CW-Redakteur Meinhard Koke mit den “Promi-siegern”. CW-Pick-T-Shirts gab‘s auch für die Verlierer beim diesjährigen Promi-Picken Die Teilnehmer des Königspickens 2008, vorne Pickweltmeister Romano (5.v.r.)

Picken

D as Pickspiel soll, von Schmieden und Schleifern erdacht worden sein, als das Kegeln durch die Kirche als Glücksspiel verboten worden war. Einst im Bergischen sehr verbreitet, wird heute nur noch vom Vonkelner Verein „Grüne Eiche“ gepickt – die Vereinsmeisterschaft hat damit den Rang einer (inoffiziellen) Pick-Weltmeisterschaft. Beim Picken wird mit einem Rundholz auf kleine Holzpinne geworfen, die auf einem Schleifstein aufgestellt sind. Besondere Schwierigkeit: Eine vor dem Schleifstein angebrachte Metallplatte darf nicht getroffen werden. Gespielt wird in drei Durchgängen auf drei Bilder. Pro Durchgang hat jeder Teilnehmer 15 Würfe.

- verfasst 2008-05-17 17:52 in Kategorie:

Kommentare

Kommentare deaktiviert