Cronenberger Woche vom 2./3. Mai 2008 Seite 1

Miese Noten für städtische Politik

Bei der Umfrage einer Cronenberger (Bürger-)lnitiative stellt die Mehrheit der Befragten der Kommunalpolitik ein äußerst schlechtes Zeugnis aus.

Wovor Schüler nach jedem Halbjahr zittern, das haben die Wuppertaler Kommunalpolitiker nun von den Bürgern bekommen: ein Zeugnis. Zwar sind die Ergebnisse keinesfalls repräsentativ, aber die Antworten geben vielleicht ein Stimmungsbild wieder: Bei einer Umfrage der Hauptschule Cronenberg zu vier zuletzt heiß diskutierten (Cronenberger) Themen stellten 575 Befragte in Elberfeld und auf den Südhöhen der Politik ihrer Stadt ein schlechtes Zeugnis aus.
Von den Einzelthemen (Schließung Hauptschule Cronenberg, Einzelhandelsstandort Unterkirchen, Beitragsstreit Oberheidter Straße und Kanal-Streit Nettenberg) abgesehen, glauben 70 Prozent der Befragten, dass die Politik zu wenig unternehme, damit es mit der Stadt wieder wirtschaftlich bergauf gehe. Im Gegenteil: Ein Großteil der Teilnehmer meint sogar, dass städtische Entscheidungen negativ und belastend für Unternehmen, Einzelhandel, Handwerk und Dienstleister sei.
Die Initiatoren der Umfrage, die Vertreter der drei Dörper „Brennpunkte“, fordern daher für die Zukunft bei politischen Entscheidungen stärkeres Gehör für die Belange von Bürgern und Wirtschaft.

Gefordert wird zudem ein zukunftsweisendes Konzept für die Stadtentwicklung, wichtige Aktiv- posten der Stadt sollten erfasst und gefördert werden, Bürgern müsse, genauso wie Unternehmen, Investitionssicherheit gewährt werden, Soll heißen: Die Erhebung von Erschließungsbeiträgen für alte Straßen sollen ausgesetzt und geprüft werden, ob auf sie nicht teilweise oder ganz verzichtet werden kann.
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- verfasst 2008-05-03 19:54 in Kategorie:

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