Wuppertaler Rundschau vom 23. April 2008

W R Cronenberg

Resolution an den Rat

Überraschende Wendung in der Cronenberger Bezirksvertretung: CDU und SPD enthielten sich

(urs). Nachdem der Schulausschuss der Schließung der Hauptschule Cronenberg mit der Mehrheit von CDU und SPD zugestimmt hat, versuchten die Grünen in der Sitzung der Bezirksvertretung Cronenberg, den Erhalt der Schule mittels einer Resolution auf den Weg zu bringen. Die Idee einer Verbundschule sollte zumindest eine Option sein, meinen die Grünen. Dafür gab es dann in der BV ordentlich Schelte.
Seitens der SPD- und CDU- Vertreter musste sich Grünen-Ratsherr Peter Vorsteher zunächst den Vorwurf gefallen lassen, es ginge ihm und seiner Partei nur um Populismus und politische Effekthascherei.

Keine Alternative gesehen

Zwar drückten der Cronenberger SPD-Vorsitzende Dieter Scherff und sein „Kollege von der CDU, der Ortsverbandschef Andreas Weigel, ihr Bedauern zu den Schließungsplänen aus, sie machten aber ebenso darauf aufmerksam, dass die Grünen-Resolution ebenfalls keine realisierbaren Möglichkeiten erschließe.

Die Kleinen siegten

In der folgenden Abstimmung enthielten sich CDU und SPD, die Resolution wurde folglich mit den Stimmen der Grünen, FDP, UWG und WfW angenommen. Die darauf erbetene Sitzungsunterbrechung brachte dann sogar eine weitere Resolution.

Qualität statt Quantität

So kritisierte Bezirksvertreter Peter Schundau (SPD), der Schulentwicklungsplan orientiere sich nicht an der Qualität, sondern ausschließlich an Quantität. Dieses Missverhältnis dürfe der Hauptschule. nicht zum Verhängnis werden. Diese Resolution nickte das Gremium dann auch einstimmig ab.
Nun muss der Rat der Stadt Wuppertal am 5. Mai über die Zukunft der Hauptschule entscheiden.

- verfasst 2008-04-28 20:00 in Kategorie:

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