Hösterey - eine unendliche Geschichte?!

Ein Teil des alten Hösterey-Geländes in Sudberg wird nun doch bebaut. Für vier Einfamilienhäuser zzgl. Garagen wurde von der Firma SG Bauplanung / Exclusiv Wohnbau GmbH ein Bauantrag gestellt.
Dies ist ein Ergebnis des Gespräches, das der Vorstand der Sudbürger und die Bezirksbürgermeisterin Ingeborg Alker auf Einladung von OB Jung am letzten Freitag (18.4.08) im Rathaus geführt haben.
Nach Aussage von Herrn Caspar, zuständig für baurechtliche Verfahren im Dorpe, sollen die Häuser auf der Freifläche am Schöppenberg entstehen (entlang der Straße), das Firmengebäude bleibt bestehen.
Zunächst hat der Grundstückseigentümer einen Antrag auf Teilung des Grundstückes gestellt, dem laut Einschätzung der Stadtverwaltung stattgegeben werden muss. So entstehen zwei Grundstücke: ein – mehr oder weniger – unbelastetes Grundstück auf dem nun vier Einfamilienhäuser errichtet werden können (auch diesem Bauantrag muss nach Meinung des Fachressorts der Stadtverwaltung stattgegeben werden, da der südwestliche Teil (Chrom VI) nicht mehr Gegenstand der zu erteilenden Baugenehmigung ist) und ein Grundstück, welches mit den bekannten Altlasten verseucht ist. Auf diesem Grundstück wird das Firmengebäude inklusive der dort immer noch lagernden Altlasten stehen bleiben.
Auf die Frage der Sudbürger, was denn nun mit den Altlasten sowohl im Unternehmen, als auch auf den Flächen drumherum passiere, gab es seitens der Stadtspitze und der Verwaltung keine positiven Nachrichten.
Gegen den Grundstückseigentümer wurde bereits 2007 ein ordnungsbehördliches Verfahren gemäß §10 Abs.1 Bundes-Bodenschutzgesetz und §55, 60, 63 Verwaltungsvollstreckungsgesetz NRW eingeleitet (konkret: Sanierung des Chrom VI-Schadens). Der Grundstückseigentümer hat daraufhin Widerspruch bei der Bezirksregierung Düsseldorf eingelegt. Über diesen Widerspruch ist noch nicht entschieden!
Die Stadt als Nichtverursacherin dieser Schäden könnte sich wegen der schlechten Haushaltslage eine Sanierung absolut nicht leisten und zudem sei man auch nicht bereit, für den künftigen Bauträger so etwas vorzufinanzieren. Es handelt sich dabei um eine Summe von rund 550.000 Euro.
Als Konsequenz dieser Situation, befürchten die Sudbürger, dass der “neue“ Eigentümer des belasteten „Restgrundstückes“ Insolvenz anmeldet und der Steuerzahler auf den Sanierungskosten sitzen bleibt.
Eine Sicherung des Gebäudes und Geländes, d.h. das Zumauern von Fenstern und
anderen gefährlichen Bereichen wurde von der Stadtverwaltung zugesagt. Das hat der Investor wohl bisher versäumt.
Nach diesem Gespräch bleiben bei den Sudbürgern und Frau Alker noch jede Menge Fragen offen.

- verfasst 2008-04-22 14:18 in Kategorie:

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