Cronenberger Woche vom 18./19. April 2008 Seite 6

Der Lenz kann kommen: Cronenberg ist „picobello”

Während auf Sudberg (re.) mit Kind, Hund und Bollerwagen losgezogen wurde, schickte auf Küllenhahn (Foto li.) Kiosk-Besitzer Thomas Dreiner (im Vordergrund) auch in diesem Jahr wieder alle kleinen Sammler mit Kratzeis „auf die Piste“

Cronenberg. Am vergangenen Samstag zählte auch der Bürgerverein Sudbürger zu den Teilnehmern an der Aktion „Wuppertal picobello“. Die Sudberger Frühjahrsputzer rückten mit 25 Freiwilligen und Kindern, Traktor, Handschuhen, blauen Säcken und Zangen an, um ihren Ortsteil von allerlei Unrat zu befreien.
Nach zwei Stunden kamen 20 Säcke voller Abfall zusammen. Eine wilde Müllkippe war allerdings so groß, dass nun die Profis anrücken müssen. Außergewöhnhichstes Fundstück war ein Zigarettenautomat. Und der ließ „tief blicken“: drei Mark pro Packung – bei den Rauchern unter den Müllsammlern stellten sich da große Augen ein: Waren das noch Zeiten! Allerdings warf der Fund aus der D-Mark-Zeit auch die Frage auf: Hatte man bei den ersten beiden picobello-Aktionen nur „oberflächlich“ sauber gemacht? Dennoch: „Wenn man kontinuierlich sauber macht, merkt man schon, dass es besser wird“, zog Bürgervereinsvizin Sabine Böttcher ein positives Fazit.
Auch der Bezirksjugendrat (Foto unten) wollte bei „Wuppertal picobello“ seinen Beitrag leisten. So begannen einige Helfer an der Skateranlage Unterkirchen aufzuräumen, gingen bis zum Ehrenmal und zum Spielplatz beim Altenheim. Auch hier kamen nach zwei Stunden sieben Abfallsäcke zusammen. Besonders auffällig waren viele Flaschen und Scherben:
„Wegen der Verletzungsgefahr ist es besonders schlimm, wenn Glassplitter im Sandkasten zu finden sind“, hofft Katharina Braun vom Bezirksjugendrat, dass in Zukunft besser auf Flaschen geachtet wird.
Beinahe traditionell konnte der Küllenhahner Bürgerverein wieder eine große Helferschar begrüßen, darunter Teilnehmer der Grundschule Küllenhahn und der Jugendfeuerwehr Hahnerberg. Dazu waren die Gartenbaufirmen Balewski und Schmitt mit von der Partie – für soviel Gemeinschaftlichkeit war der Bürgerverein mit dem Picobello-Preis 2007 des Stadtverbandes der Bürgervereine ausgezeichnet worden.
Ingesamt 50 Helfer, darunter auch OB-Gattin Ulrike Jung, zogen mit Besen und Müllsäcken vom Theishahn bis zur Kaisereiche, putzten Straßenschilder, säuberten die Gehwege und holten Abfälle aus dem Gebüsch. Nicht zuletzt, weil die Lehrer Michael Bergenthal (Friedrich-Bayer-Realschule) und Ulrich Grote (Carl-Fuhlrott-Gymnasium) mit ihren Klassen am Vortag rund ums Schulzentrum sauber gemacht hatten, war das Müllaufkommen deutlich geringer als 2007, lobte Bürgervereinschef Vorsteher.

- verfasst 2008-04-19 20:22 in Kategorie:

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