Pillekoken - Om Subbrech hedden datt: Pilleku-eken

Der Bergische Mittags- oder Abendtisch

1. So werden Pillekoken immer noch gemacht nach Art der Urgroßmütter:

Zwei bis zweieinhalb Pfund dicke, rohe Kartoffeln werden in drei Millimeter
dünne und drei bis vier Zentimeter lange Streifen (=”Piller”) geraspelt.
Man kann dazu die “Schnibbelreibe” oder “Pillkokenreibe” benutzen, die es
im Bergischen heute noch in manchen Haushaltwarengeschäften zu kaufen
gibt. Salz und Pfeffer gibt man nach Geschmack hinzu. Dann rührt man zwei
bis drei ganze Eier unter, ein bis zwei Esslöffel Weizenmehl und vier große
geriebene Zwiebeln. In der (zugedeckten!) Pfanne werden die Pillekoken
von beiden Seiten mit gutem Öl braun gebacken, bis sie außen knusprig
werden. Pillekoken sind so groß wie Pfannekuchen, aber etwa doppelt so
dick. Die angegebene Menge reicht für vier Stück. – Zu einer zünftigen
Pillekoken-Mahlzeit gehören als Beilagen: Rübenkraut (=Zuckerrübensirup),
bergisches Schwarzbrot (nicht Pumpernickel!) und Butter.

2. Will man an einem feuchtfröhlichen Abend seine Gästen eine kleine
salzige Leckerei anbieten, kann man die “Piller” auch, nachdem man sie kurz
mit einem Tuch abgetrocknet hat, in kochendem Fett schwimmend schnell
goldbraun braten (auf ähnliche Weise wie Pommes frites). Unsere
Urgroßmütter bestreuten die “Piller” leicht mit Salz und reichten sie heiß
oder kalt zu Wein und Bier.

- verfasst 2006-05-10 16:06 in Kategorie:

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