Cronenberger Woche 26./27. Januar 2007

„Wir müssen die Kräfte bündeln“

CHBV contra Wohnbebauung an der Reformierten Kirche! Gemeinde äußert Bereitschaft
zur Zusammenarbeit, „wenn das finanzierbar ist“.

Ortsmitte. Die Diskussion, dass sich die Evangelische Gemeinde Cronenberg im Rahmen ihres strengen Sparkurses auch vom Grundstück neben der Reformierten Kirche trennen möchte, macht den Cronenberger Heimat- und Bürgerverein (CHBV) „mobil“. Dass das Areal zwischen der Borner Schule und der Solinger Straße durch Wohnbebauung der öffentlichen Nutzung entzogen werden könnte, mündete am Mittwoch in einem Infoabend des Bürgervereins. Hier stellte der CHBV im TiC nicht nur zwei Jahre alte Pläne für die Umgestaltung der Emaus-Kirche vor, sondern präsentierte auch seine „Vision“ für den Platz neben der Reformierten Kirche.
„Wir wollen nicht, dass massive Reihenhäuser auf diesem Gelände entstehen“, stellte CHBV-Vorsitzender Rolf Tesche zu Beginn klar: „Wir müssen die Hand auf das Grundstück legen.“ Allerdings sei eine Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Bürgerverein und Bezirksvertretung (BV) notwendig, um möglichst das Beste für Cronenberg in dieser Sache herauszuholen. „Ziel ist es, zu verhindern, dass das Grundstück weg ist“, so Tesche.

Aus diesem Grund hatte man sich beim CHBV Gedanken darüber gemacht, wie das Grundstück für die Cronenberger attraktiv gestaltet und – je nach Betreiber – gegebenenfalls auch der Kirche weiterhin zur Nutzung überlassen werden könnte. Herausgekommen ist eine Art Stahl-Glaspavillon direkt an der derzeitigen Mauer und neben der Treppe zur alten Borner Schule, der auf 126 Quadratmetern Grundfläche neben einem Cafe’, WC-Anlagen und einer Küche auch in einen möglichen Untergeschoss Raum für Proben von Musikgruppen oder für kleinere Veranstaltungen bieten könne.
Darüber hinaus könnten auf dem Platz auch zwei 200 beziehungsweise 350 Quadratmeter große Areale geschaffen werden, die zum Beispiel auch im Rahmen der Werkzeugkiste als attraktive Stellfläche oder allgemein als Parkplätze zur Nutzung bereitstünden. „Dies ist eine Vision, die man sich vorstellen kann“, so CHBV-Vorsitzender Rolf Tesche zu den Plänen von Architekt Friedrich W. Figge.
Auf Seiten der Kirchengemeinde rannte der CHBV damit offene Türen ein: Pfarrer Thomas Hoppe stellte klar, dass man auf weitere Zusammenarbeit bedacht sei, allerdings auch die finanzielle Lage der Gemeinde nicht außer Acht lassen dürfe. „Wenn das finanziebar ist, dann kann man was auf die Beine stellen“, stellte auch der Vorsitzende des Bevollmächtigtenausschusses, Johannes Schimanowski, in Aussicht. Man sei keinesfalls darauf aus, ausschließlich finanzielle Interessen zu verfolgen, sondern habe auch das Gemeinwohl der Cronenberger im Blick. „Wir müssen die Kräfte bündeln“, resümierte Pfarrer Hoppe abschließend.
Marcus Müller

CHBV-Chef Rolf Tesche (Ii.) und Archtiket Friedrich W. Figge mit dem Plan für eine Alternativnutzung an der Reformierten Kirche

- verfasst 2007-01-30 16:57 in Kategorie:

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